
Das Mädchen von Isfahan – eine Reise zum inneren Frieden
Ich wurde in Isfahan, Iran, geboren und wuchs bis zum zwölften Lebensjahr in einer Welt voller Natur, Farben und unbeschwerter Freude auf. Ich war ein aufgewecktes Kind, liebte die Natur, Musik und Bewegung. Ich spürte früh, wie schön es ist, Verantwortung zu übernehmen und andere zu begleiten – sei es als kleine „Klassenaufsicht“ oder bei Familienausflügen in die naheliegenden Berge.
Unsere Tage waren gefüllt mit Wandern, Blumen pflücken, Spielen und großen Picknicks mit Familie und Freunden. Diese unbeschwerten Jahre hinterließen tiefe Spuren in meinem Herzen – bis der Iran-Irak-Krieg unser Leben radikal veränderte. Plötzlich mussten wir Mädchen uns verschleiern, unsere bunten Schuluniformen verschwanden unter grauen Mänteln und Kopftüchern. Ich verstand nicht, warum meine freie, fröhliche Kindheit so abrupt enden musste.
Ein besonders prägendes Erlebnis ereignete sich in der Schule: Ich wurde ins Direktorenzimmer gerufen, weil mein Kopftuch „falsch“ saß. Mein Vater wurde einbestellt – und verteidigte mich so mutig, dass ich ihn in diesem Moment als wahren Helden erlebte. Doch für meine Eltern war klar: In einem Land, in dem Freiheit und Würde so stark unterdrückt werden, konnten wir nicht mehr bleiben.
So verließen wir unsere Heimat und kamen schließlich in die Schweiz. Hier begann ein Neuanfang voller Staunen: Die Freiheit, der Respekt und die Menschlichkeit, die ich hier erlebte, berührten mich tief. Schnell lernte ich Deutsch, fand neue Freunde, absolvierte eine Ausbildung zur Kauffrau und gründete meine eigene Familie. Ich bin Mutter von zwei wunderbaren Kindern. Auch wenn das Leben mir viele Herausforderungen stellte, bin ich heute unendlich dankbar für jede Lektion, die mir das Leben schenkte.
Der wichtigste Wendepunkt meines Lebens war, dass ich eines Tages die wichtigste Person wiederfand: mich selbst. Ich lernte, mein inneres Kind – das kleine Mädchen Farahnaz – zu umarmen und zu lieben. Seitdem gehe ich Hand in Hand mit ihr durchs Leben. Diese Versöhnung mit mir selbst hat mir die Freiheit geschenkt, anderen Menschen zu helfen, sie zu inspirieren und sie an ihre eigene innere Kraft wieder anzuknüpfen.
Schon als Kind habe ich mich für andere eingesetzt – für Mitschüler, die gemobbt wurden, oder für Kinder, die Trost brauchten oder niemanden hatten. Später habe ich auch als Frau meine Stimme erhoben, um Freiheit und Gleichberechtigung zu unterstützen. Heute weiß ich: Das ist meine Mission. Ich bin hier, um als Friedenssprecherin Menschen zu begleiten, zu stärken und sie daran zu erinnern, dass der Frieden, den sie suchen, schon in ihnen wohnt. Er liegt verborgen unter dem täglichen Schutt und Lärm des Alltags und wartet nur darauf, wiederentdeckt zu werden.
Mein Herz und mein Kopf sprechen heute dieselbe Sprache – und genau diese Harmonie möchte ich in meiner Arbeit weitergeben. Ich möchte Räume schaffen, in denen Menschen sich selbst wiederfinden, ihr inneres Gleichgewicht stärken und den Frieden entdecken können, der ihr Leben verwandelt.
Was ist Dein Weg zur Friedenskraft?
Wenn dich meine Geschichte berührt und du spürst, dass dein eigener Weg nach innerem Frieden ruft, dann lade ich dich ein, einen ersten Schritt zu wagen.
Vielleicht ist es ein Gespräch, in dem wir gemeinsam erkunden, wohin dich deine Sehnsucht führen möchte. Vielleicht ist es ein Friedenskraft-Paket oder ein VIP-Tag am Zürichsee – eine Auszeit, die dich tiefer zu dir selbst zurückbringt.
Was auch immer es für dich sein wird: dein Weg beginnt genau dort, wo du dich öffnest, ihn zu gehen.